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(aus: Ruppiner Anzeiger; 01.07.2026)
Sieben weitere Vorhaben erhalten Leader-Mittel
Förderung Mehr als 2,1 Millionen Euro hat die Lokale Aktionsgruppe Ostprignitz-Ruppin für zukunftsweisende Projekte in der Region freigegeben.
Ende Mai tagte der Vorstand der Lokalen Aktionsgruppe (LAG) Ostprignitz-Ruppin, um über die Förderung „großer" Vorhaben aus dem Leader-Budget zu entscheiden. Alle sieben eingereichten Projekte konnten überzeugen und wurden für eine Förderung ausgewählt, heißt es dazu aus der LAG. Insgesamt fließen demnach mehr als 2,1 Millionen Euro EU-Fördermittel in Projekte in Wusterhausen/Dosse, Walsleben, den Lindower Ortsteil Banzendorf und Rheinsberg.
Grüner Begegnungsort vorn
Den ersten Platz im Ranking der ausgewählten Vorhaben belegte das Projekt zur Neugestaltung des Volksgartens in Wusterhausen. Mit Unterstützung europäischer Fördermittel entsteht dort ein naturnaher, generations-übergreifender Begegnungsort. Geplant sind eine Neuordnung der Wegeführung, barrierefreie Zugänge sowie vielfältige Aufenthalts-, Spiel- und Bewegungsangebote. Zu den vorgesehenen Maßnahmen zählen Spielmöglichkeiten für Kinder, Freizeitangebote für Jugendliche, Sitzbereiche mit Seeblick sowie eine neue Slipanlage. Im Rahmen einer Kinder- und Jugendbeteiligung wurden konkrete Wünsche für die Gestaltung des Spielplatzes erarbeitet. So können beispielsweise die gewünschten Bodentrampoline dank der Leader-Förderung realisiert werden. In Wusterhausen erhält laut LAG zudem das Gemeindehaus „Kaland" eine umfassende Hüllensanierung. Ebenfalls positiv beschieden wurde das vereinseigene Projekt der LAG zur Stärkung von Kunst und Kultur in den Dörfern der Region, das in den kommenden Jahren umgesetzt werden soll. In Walsleben wird die Grundschule energetisch saniert. Zudem wird die ehemalige Hausmeisterwohnung zu einem Aufenthalts- und Begegnungsort für Schülerinnen und Schüler sowie lokale Gruppen umgestaltet. Gleich zwei Projekte werden im Lindower Ortsteil Banzendorf realisiert: Ein derzeit leer-stehendes Gebäude wird saniert und künftig für Workshops sowie sogenannte „Residencies" genutzt. Ergänzend dazu begleitet ein weiteres Projekt die Um-gestaltung durch verschiedene Workshops. Ziel ist es, aufzuzeigen, wie mit kreativen Ansätzen und vergleichsweise geringen Mitteln große Wirkung erzielt werden kann. Auch in Rheinsberg wird ein bedeutendes Vorhaben umgesetzt: Das Haus der Stadtgeschichte erhält eine umfassende Gebäudesanierung. Mit Leader-Mitteln werden die Innenräume modernisiert und unter anderem ein Aufzug eingebaut.
Nächster Förderaufruf folgt
„Nach dem Förderaufruf ist vor dem Förderaufruf", sagt Regionalmanagerin Maike Herbst vom BÜRO BLAU. Für den Herbst - voraussichtlich Mitte Oktober - ist der nächste und vermutlich letzte Förderaufruf der aktuellen Förderperiode vorgesehen. Wie es dann ab 2028 mit dem Leader-Programm weitergeht, ist derzeit noch offen. Vor diesem Hintergrund empfiehlt Maike Herbst interessierten Projektträgerinnen und Projektträgern, ihre Vorhaben frühzeitig vorzubereiten und zum kommenden Aufruf einzureichen. „Interessierte können sich schon jetzt gerne an uns wenden. Wir beraten umfassend zu Fördermöglichkeiten und Antragsverfahren." red
Förderanfragen können per E-Mail an opr@bueroblau.de oder telefonisch unter 030 6396037-17 an Maike Herbst gerichtet werden.
[Bild oben] Blick in den Volksgarten in Wusterhausen/Dosse Anja Brückner
