Kultur Der Verein Stadtgeschichte würdigt den Hohenzollern mit einer Ausstellung. Zahlreiche Maler und Keramiker, Laien wie Profis, haben dafür Kunstwerke geschaffen.
Jürgen Rammelt
(aus: Ruppiner Anzeiger; 19.05.2026)
Rheinsberg erinnert an Prinz Heinrich
Kultur Der Verein Stadtgeschichte würdigt den Hohenzollern mit einer Ausstellung. Zahlreiche Maler und Keramiker, Laien wie Profis, haben dafür Kunstwerke geschaffen. Von Jürgen Rammelt
Es ist eine beeindruckende Schau, die am vergangenen Sonntag anlässlich des internationalen Museumstages in Rheinsberg eröffnet wurde. Gewidmet ist sie dem Prinzen Heinrich von Preußen (1726 bis 1802), der mehr als 50 Jahre in Rheinsberg Hof gehalten hat. Dazu konnte Jörg Möller vom Verein Stadtgeschichte Rheinsberg den Landrat von Ostprignitz-Ruppin, Ralf Reinhardt (SPD), den Rheinsberger Bürgermeister Frank-Rudi Schwochow (BVB/Freie Wähler) sowie zahlreiche Gäste und Vereinsmitglieder begrüßen.
In seiner Begrüßungsansprache würdigte der Vereinsvorsitzende die Arbeit von Sandra Bothe und Susan Kraudszun von der Firma Ersteindruck, die beide als Kuratoren den Hohenzollern und Bruder von Friedrich dem Großen mit der Ausstellung in Szene gesetzt haben. Sein Lob galt aber auch der Sparkasse Ostprignitz-Ruppin und dem Landkreis, die beide das Ausstellungsprojekt finanziell unterstützt hatten. „So .eine Ausstellung macht Arbeit und kostet auch etwas Geld", erklärte Jörg Möller, der sich bei allen Beteiligten ausdrücklich bedankte.
Dann ergriff Kuratorin Sandra Bothe das Wort, indem sie auf das Wirken des Prinzen in seiner Zeit einging. „Er war der Bruder des späteren Königs, der im Gegensatz zu Friedrich II, in Rheinsberg später fast in Vergessenheit geriet", erklärte sie den Anwesenden. Sie las Auszüge aus einem Buch von Theodor Fontane, die widergaben, wie der märkische Dichter 1853 dies sah, und verwies auch auf ein Gedenkblatt sowie auf Beiträge in der früheren Rheinsberger Zeitung, in denen das Wirken des Prinzen Heinrich für die Stadt beschrieben wurde. Inhaltlich auf die Ausstellung eingehend, berichtete die Kuratorin, die auch Mitglied im Geschichtsverein ist, dass man zeigen wollte, was Heinrich für die Stadt geleistet hat. „Er war Bruder, Förderer, Arbeitgeber, Liebhaber, Theaterfreund, Stadtplaner, Wohltäter, Gastgeber und Landschaftsplaner", berichtet Bothe. Um das sowohl im Kalender des Vereins und der geplanten Ausstellung darzustellen, entschloss man sich zu einem Kunstexperiment: Rheinsberger und regionale Künstler sollten das mit ihren Mitteln umsetzen.
Wie in der Ausstellung jetzt gezeigt wird, ist dies gelungen. Die Bereitschaft war groß. Zahlreiche Maler und Keramiker, Laien wie Profis, haben anspruchsvolle Kunstwerke geschaffen, die in der Ausstellung, die bis ins kommende Jahr im Haus der Stadtgeschichte präsentiert wird, bewundert werden können. Gezeigt werden die entstandenen originalen Bilder, kunstvolle, zum Thema passende Keramiken und Texttafeln, auf denen das Wirken des Prinzen und Förderers der Stadt beschrieben wird.
[Foto oben links] Bei der Eröffnung würdigte Landrat Ralf Reinhardt (M.) die A Die Macherinnen der neuen Ausstellung: Susan Kraudszun und Sandra Bothe (v.l.) Fotos: Jürgen Rammelt
[Foto oben rechts] Die Macherinnen der neuen Ausstellung: Susan Kraudzun und Sandra Bothe[v. l.) Fotos Jürgen Rammelt
[Foto unten links] Gemalte Bilder in der Ausstellung. Zahlreiche Künstler haben anspruchsvolle Werke geschaffen.
[Foto unten rechts] Fast in Lebensgröße: Prinz Heinrich von Preußen
[Textpassage links] Er war Bruder, Arbeitgeber, Liebhaber, Theaterfreund, Stadtplaner und Gastgeber. Sandra Bothe Kuratorin
Die Kunstausstellung „300 Jahre Heinrich von Preußen" ist bis 23. April 2027 im Haus der Stadtgeschichte Rheinsberg, Seestraße 21, zu sehen. Weitere Informationen auf www.stadtgeschichte-rheinsberg.de
