Jürgen Rammelt
(aus: Ruppiner Anzeiger; 13.05.2026)
Ein Rheinsberger mit vielen Facetten
Kultur Der Verein Stadtgeschichte widmet dem Prinzen Heinrich eine Ausstellung. Zahlreiche Künstler-auch Keramiker beteiligen sich mit ihren Werken. Von Jürgen Rammelt
Er war ein Mensch mit vielen Facetten: Die Rede ist von Prinz Heinrich von Preußen (1726 bis 1802), dem 14 Jahre jüngeren Bruder Friedrichs des Großen, der 1740 preußischer König wurde. Letzterer schenkte nach der Thronbesteigung seinem Bruder den Rheinsberger Hof, den Heinrich nach der Hochzeit mit Wilhelmine von Hessen-Kassel bis zu seinem Tod 1802 zu einem Ort der Kunst, des Theaterspiels und der Begegnungen entwickelte.
In diesem Jahr wäre Prinz Heinrich, der im Rheinsberger Gartenreich seine letzte Ruhestätte gefunden hat, 300 Jahre alt geworden. Es ist der Anlass, das in Rheinsberg das Jubiläum über das gesamte Jahr mit einer Fülle von Veranstaltungen und Aktionen gefeiert wird. Neben der Schlösserstiftung und weiteren zahlreichen Akteuren ist vor allem der Verein Stadtgeschichte an dem Programm beteiligt. So wird am kommenden Sonntag um 11 Uhr im Haus der Stadtgeschichte eine Ausstellung eröffnet, die dem Prinzen und Förderer der Stadt gewidmet ist. Gezeigt werden unter anderem Kunstwerke, die im Zusammenhang mit der Erstellung des Monatskalenders entstanden sind, den der Verein zum 300. Geburtstag des Prinzen in 19. Auflage herausgebracht hat.
Beteiligt waren Künstler aus der Region wie Cornelia Felsch, Rosel Müller, Alexandra Weidmann, Laura Rosenow, Heidi Rau, Ute und Schamil Gimajew, Harald Kolb sowie Mitglieder der Malergruppen um Klaus-Peter Bensch sowie vom Haus der Begegnung. Aber auch der Fotograf Bernd Ramlow, Marc Lippuner mit einer Collage sowie der jüngst verstorbene Tony Torrilhon sind mit Kunstobjekten innerhalb der Schau vertreten. Mit den Kunstwerken, die wie das Porträt des Prinzen den Weg in den Kalender gefunden haben, sowie mit ergänzenden Texten wird in der von Sandra Bothe kuratierten Ausstellung über das Wirken von Prinz Heinrich in Rheinsberg berichtet. Doch es sind nicht nur Bilder, die gezeigt werden: Beteiligt an der Schau, die bis zum 27. April 2027 während der Öffnungszeiten des Vereinshauses besichtigt werden kann, sind auch die Rheinsberger Keramikkünstler Aino Nebel, Hendrick Schink und Karl Fulle. Im Anschluss an die Ausstellungseröffnung, zu der alle Kunstinteressierten ganz herzlich eingeladen sind, findet ein Workshop zum Herstellen von Collagen statt, zu dem Marc Lippuner vom Geschichtsverein einlädt.
[Foto] Über 30 Bilder zum Leben und Wirken des Prinzen wurden gemalt. Foto: Jürgen Rammelt
Anzeige
„Im Anschluss an die Eröffnung findet ein Workshop zum Herstellen von Collagen statt.
