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Jürgen Rammelt
(aus: Ruppiner Anzeiger; 19.02.2026)
Eine große Ehre ist dem Rheinsberger Carnevalsclub (RCC) am Freitag zuteil geworden. Wie Hans-Norbert Gast vom Faschingsclub berichtet, durfte eine vierköpfige Delegation des Ver-eins neben weiteren 28 Karnevalsvereinen aus dem Land Brandenburg am traditionellen Faschingsempfang von Ministerpräsident Dietmar Woidke (SPD) in der Potsdamer Staatskanzlei teilnehmen.
Das Quartett, das in die Landeshauptstadt reiste, bestand aus dem Prinzen Heinrich von Preußen in Person von Volker Raetsch, dem Prinzen August Wilhelm von Preußen (Hans-Norbert Gast) sowie deren Schwestern, den Prinzessinnen Amalie (Juliane Felsch-Grunow) und Ulrike (Elke Brehe). Sie waren Geschwister von Friedrich dem Großen und als historische Personen mit dem Rheinsberger Hof verbunden. Die Anwesenheit der Rheinsberger Karnevalisten war dem besonderen Thema des diesjährigen Faschingsprogramms geschuldet: Unter dem Motto „So schnell schießen die Preußen nicht" feierte der RCC in seiner 58. Session den 300. Geburtstag des Prinzen Heinrich von Preußen (1726 bis 1802). Der Hohenzollern-Prinz und jüngere Bruder des späteren Königs lebte mehr als 50 Jahre in Rheinsberg und prägte während dieser Zeit maßgeblich die Entwicklung der Stadt.
Hans-Norbert Gast, der Programmminister des RCC, und Dietmar Woidke kennen sich persönlich. So hatte der Ministerpräsident bereits dem Rheinsberger Verein Stadtgeschichte, dem Hans-Norbert Gast angehört, seine Reverenz erwiesen. Auch bei einer früheren Faschingsveranstaltung durften die Rheinsberger Karnevalisten Dietmar Woidke bereits als Ehrengast in ihrer Mitte begrüßen.
Obwohl die Rheinsberger nicht die einzigen waren, die zum Empfang in die Staatskanzlei eingeladen waren, nutzten sie die Gelegenheit, mit dem Ministerpräsidenten und dem Präsidenten des Deutschen Karnevalverbandes, der aus dem Saarland nach Potsdam gekommen war, einige Worte zu wechseln. „Wir haben sowohl Dietmar Woidke als auch Klaus-Ludwig Fees nach Rheinsberg eingeladen", berichtete Gast anschließend über das Gespräch.
Jürgen Rammelt/Foto: Carolin Henkel
