Veranstaltung Auf dem Rheinsberger Kirchplatz herrschte am Wochenende ein buntes Treiben. Ein Kunstwerk wurde zudem versteigert. Von Jürgen Rammelt
Jürgen Rammelt
(aus: Ruppiner Anzeiger; 10.12.2024)
Der Rheinsberger Weihnachtsmarkt am Wochenende hat alle Erwartungen übertroffen. Trotz des regnerischen Wetters waren vor allem am Sonnabend zahlreiche Besucher gekommen, um sich vom weihnachtlichen Flair einfangen zu lassen. An den Ständen, an denen Punsch oder Glühwein ausgeschenkt wurde, herrschte Hochbetrieb. Aber auch die liebevoll geschmückten Hütten mit handwerklichen Basteleien und weihnachtlichen Accessoires lockten zum Schauen, Stöbern und Kaufen. Dicht umlagert war die Bühne, als der Weihnachtsmann am Samstag und Sonntag die Besucher des Marktes begrüßte. Bei der anschließenden Sprechstunde, zu der der bärtige Geselle eingeladen hatte, herrschte Hochbetrieb. Dort konnten die Mädchen und Jungen ihre Wunschzettel abgeben, es wurden Fotos aufgenommen, und wer ein Gedicht aufsagte oder ein Lied anstimmte, der durfte auch in den Sack langen und wurde mit einem süßen Snack belohnt.
Einer der Höhepunkte am Sonnabend war die Versteigerung der vom Rheinsberger Künstler Tony Torrilhon geschaffenen Giraffe durch den Verein Stadtgeschichte. Das von einer Bietergemeinschaft für 355 Euro ersteigerte, vier Meter hohe Kunstwerk wird künftig in Zernikow stehen. Dort gibt es die Crèperie „Bric à Brac". In deren Räumen soll das hölzerne Tier wettergeschützt und publikumswirksam einen dauerhaften Platz bekommen.
Auch diesmal gestalteten einheimischen Vereine und von den Organisatoren engagierte Künstler wieder ein Programm, das bei den Besuchern bestens ankam. Neben dem Gesangsduo Lilly & Jette waren der Rheinsberger Arbeitergesangverein „Vorwärts", der Rheinsberger Carnevalsclub, der Bläserchor der evangelischen Gemeinden Rheinsberg und Menz, das Duo Colkat, die „Pankow Voices", der von Ostseewelle bekannte DJ „Lemax" sowie Uwe Schock mit seinem Programm „Schlager Deluxe" dabei.
Eine Attraktion auf dem Platz an der Kirche war zweifelsohne für die jüngsten Besucher ein Kinderkarussell und ein Autokorso auf Schienen. Aber auch ein zu einem Biertanker umgebautes ehemaliges Feuerwehrfahrzeug, an dem der Durst gelöscht werden konnte, war zeitweise dicht umlagert. An anderen Ständen lockten deftige Speisen vom Grill und Raclette, aber auch allerlei Süßigkeiten und andere Köstlichkeiten.
Viel Zuspruch fand eine vom Organisationsteam um Olaf Barufke, der Tourist-Information und dem Ortsbeirat initiierte Tombola. Dafür hatten einheimische Unternehmen zahlreiche Preise gespendet. Insgesamt wurden 30 Pakete verlost. Auch die Prämierung der am schönsten geschmückten Hütten gehörte zu den Höhepunkten des Weihnachtsmarktes. Den ersten Platz belegte die Hütte von Deko Reinwald, vor „Blumenliebe Voß" und der Hütte vom Gast- und Logierhaus Mischke in Warenthin.
[Bildtitel oben:] An den Ständen, an denen Punsch oder Glühwein ausgeschenkt wurde, herrschte Hochbetrieb. Aber auch die geschmückten Hütten mit handwerklichen Basteleien und weihnachtlichen Accessoires lockten zum Schauen, Stöbern und Kaufen. Fotos: Jürgen Rammelt
[Bildtitel unten:] Einige kleine Fahrgeschäfte buhlten um die Aufmerksamkeit des Nachwuchses.