Engagement Der Zechower Richard Herten hat sich ehrenamtlich um zwei in die Jahre gekommenen Möbel auf dem Rheinsberger Friedhof verdient gemacht. Von Jürgen Rammelt
Jürgen Rammelt
(aus: Ruppiner Anzeiger; 07.12.2024)
Rheinsberg. Auf dem Rheinsberger Friedhof stehen jetzt zwei einladende Bänke. Ganz neu sind sie nicht, aber sie wurden aufgearbeitet. Dafür hat Richard Herten gesorgt. Der 71-jährige Ehrenamtler, der in Zechow wohnt und sich in der Rheinsberger Friedensrunde und im Ortsverband der Grünen engagiert, hatte mitbekommen, dass der Rheinsberger Ortsbeirat und der Verein Stadtgeschichte am Zustand auf dem Friedhof der Stadt etwas verändern möchten. Diese Initiative will er unterstützen.
So plant der Geschichtsverein, wie auf dem kirchlichen Friedhof dort bis zum 80. Jahrestag der Befreiung einen Ort des Gedenkens einzurichten. Es geht unter anderem um das Denkmal für die Verfolgten des Naziregimes (VVN), um die Grabanlagen für die dort bestatteten Kriegstoten und um die Gräber verdienstvoller Einwohner. Aber auch das Denkmal der Freidenker, einer Bewegung, die sich für die Feuerbestattung einsetzte, gehört zu den erhaltenswerten Gedenkorten.
Bei einer Begehung war Richard Herten aufgefallen, dass sich zwei Sitzbänke in einem sehr schlechten Zustand befanden. Er wandte sich daher an Ortsvorsteherin Gundula Tittel und arbeitete mit deren Einverständnis die Sitzmöbel in seiner privaten Werkstatt in Zechow auf. Mit neuen Holzplanken versehen, wurden diese rechtzeitig vor dem Ewigkeitssonntag wieder aufgestellt. Dazu traf sich Herten mit der Ortsvorsteherin auf dem Friedhof zu einer ersten Sitzprobe, um auch gleich über die nächsten Verschönerungsarbeiten zu beraten.
[Bildtitel:] Sofern es nicht zu kalt ist, können Friedhofsbesucher nun wieder auf der Bank verweilen. Foto: Jürgen Rammelt