STADTGESCHICHTE RHEINSBERG  e. V.
 
 
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Gesamtkonzept für Remise fehlt politik Der Rheinsberger Bauausschuss diskutiert bei einer Sondersitzung über die Sanierungspläne (Ruppiner Tageblatt)

(aus: Märkische Allgemeine; 21.10.2009)

Rheinsberg kommt bei der Sanierung der Feuerwehrremise unter Zeitdruck. Bis Ende 2010 müssen die Bauarbeiten begonnen haben, sonst verfallen Fördermittel. Doch noch steht nicht einmal das Raumkonzept. Von Carsten Schäfer RHEINSBERG Die Tourist-Information wird in die Feuerwehrremise am Rheinsberger Schloss einziehen, soviel ist nach der Sondersitzung des Rheinsberger Bauausschusses am Montagabend klar. Heinz Karwath, Geschäftsführer des Tourismusvereins, sagte, der Verein wolle dorthin umziehen. Der Rest des Nutzungskonzeptes ist aber noch vage. Ein vollständiges Raumkonzept lag den Abgeordneten nicht vor. „Ich hatte mehr erwartet", kritisierte der Ausschussvorsitzende Georg Hoffmann (BBR). Dabei gerät das Projekt langsam unter Zeitdruck, so Bauamtsleiter Wilhelm Kruse. „Wir müssen im Spätherbst 2010 anfangen zu bauen", so Kruse. Der Grund: Die Städtebaufördermittel, mit denen die Sanierung bezahlt werden soll, verfallen sonst. Deswegen müssten jetzt Entscheidungen getroffen werden, damit sich die Architekten an die Arbeit machen könnten, sagte Kruse. Insbesondere die Verträge mit dem Tourismusverein sollten demnächst geschlossen werden. Die Planungen für die von der Straße aus rechte Gebäudeseite, in die die Tourist-Information einziehen soll, sind schon entsprechend konkret. Die Information bekommt vorn einen großen Raum, dazu vier Büroräume auf der Rückseite. Außerdem sind ein kleines Internetcafé und öffentliche Toiletten geplant.. Im rückwärtigen Teil des Gebäudes hatten die Planer einen abschließbaren Fahrrad- und Gepäckaufbewahrungsraum vorgesehen. Er soll durch einen Haupteingang in der Mitte des Gebäudes zugänglich sein. An diesem Raum und den öffentlichen Toiletten entzündete sich Kritik der Stadtverordneten. Der Fahrradraum sei unnötig, so Jürgen Tangermann (SPD). Ihn stört auch, dass er über den Haupteingang erschlossen werden soll. Er fände einen Eingang von hinten sinnvoller. Doch das wird nicht gehen: Sobald die Schlösserstiftung den Hof hinter der Remise zum Wirtschaftshof umgebaut hat, wird er nicht mehr öffentlich zugänglich sein, sagte Peter Böthig. Heinz Karwath sagte, vor allem die Gepäckaufbewahrung sei wichtig. Es gebe häufig Anfragen nach so einem Angebot.Wilfried Schmidt (BBR) forderte, die Toilettenanlage zu vergrößern. „Wir müssen das Problem der öffentlichen Toiletten in der Stadt ein für alle Mal klären", sagte er. Freke Over forderte, die Toiletten in die Mitte des Gebäudes zu verlegen, damit sie außerhalb der Öffnungszeiten der Tourist-Information von Besuchern der Ausstellung genutzt werden können. Tangermann stört auch das Internetcafé. Dafür gebe es private Anbieter in Rheinsberg. Stadtsanierer Peter Wegener sagte, es gehe lediglich um ein paar Tische, einen Kaffeeautomaten und einen W-Lan-Hotspot, den Touristen mit ihren Laptops nutzen können. Problematisch ist der linke Teil des Gebäudes. Grundsätzlich soll dort ein Ausstellungsraum entstehen. Wie groß der sein soll und wer ihn nutzen soll, das werden alle Interessenten allerdings erst in einem Treffen in der kommenden Woche beim Leiter des Tucholsky-Museums, Peter Böthig, klären. Bisher haben der Verein Stadtgeschichte und der Feuerwehrverein ihr Interesse angemeldet, dort eine Dauerausstellung einzurichten. Der Chef des Keramikmuseums Hendrik Schink würde den Raum 2012 gern für eine Ausstellung zu 250 Jahre Keramik in Rheinsberg nutzen. „Erstmal brauchen wir die Grundsatzentscheidung, ob wir eine Dauerausstellung oder wechselnde Ausstellungen wollen", so Peter Böthig gestern. Stadtsanierer Peter Wegener sagte, eine Dauerausstellung von einem Verein könne die Fördermittel gefährden, weil das nicht zwangsläufig als öffentliche Nutzung gelte.

 
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