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Stadt will auf Archiv in der Remise verzichten (VERWALTUNG) Rau: Rheinsberg braucht es nicht (Ruppiner Tageblatt)

Carsten Schäfer
(aus: Märkische Allgemeine; 28.04.2010)

RHEINSBERG
Der Umbau der Remise neben dem Rheinsberger Schloss wird billiger als bisher geplant. Bürgermeister Jan-Pieter Rau (CDU) und Bauamtsleiter Jens Eggert haben entschieden, dass ein eigenes Archiv für das Rheinsberger Rathaus nicht nötig ist. Das war bisher auf dem Dachboden der Remise geplant. Dadurch kann der Architekt auf eine Verstärkung der Bodendecke verzichten, auch der zentrale Treppenaufgang und ein Lastenaufzug sind unnötig. „Das spart Kosten“, sagte Jan-Pieter Rau gestern. Wie hoch die Ersparnis ist, steht allerdings noch nicht fest. Außerdem müssen die Stadtverordneten die Planänderungen noch absegnen.

Rau und Eggert halten ein Archiv der Stadt für überflüssig. Die noch benutzten Akten lägen in den Schränken der Mitarbeiter, alle anderen könnten direkt ans Kreisarchiv abgegeben werden. Denn auch mit dem neuen Archivraum hätte Rheinsberg die Akten nicht dauerhaft lagern dürfen. Dafür fehlen der Stadt die Voraussetzungen, unter anderem müsste sie einen Archivar einstellen. Allerdings gibt es so auch keine Chance mehr für den Verein Stadtgeschichte, das Archiv auf dem Dachboden mitzunutzen. Rau hält das für nicht so dramatisch. Der Verein nutze die Möglichkeiten des Tucholsky-Museums.

Der Vorsitzende des Vereins, Jörg Möller, sieht das anders. Er war gestern überrascht von der Planänderung und bedauert sie. Die Zusammenarbeit wäre eine gute Möglichkeit gewesen, die Archivschätze des Vereins besser zu lagern. Er will jetzt das Gespräch mit Rau suchen.

info
Der Bauausschuss berät am 3. Mai ab 18.30 Uhr im Rathaus über das Projekt.

 
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