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Hans-Karsten-Raecke-Stiftung gegründet

Jürgen Rammelt
(aus: Ruppiner Anzeiger; 04.04.2018)

Ausstellung „Graphische Partituren und Klangskulpturen“ wird vorbereitet

Mit einem Empfang und einem Konzert hat am Ostermontag die Hans-Karsten-Raecke-Stiftung für Neue Musik, nach der Genehmigung durch das Potsdamer Innenministerium offiziell ihre Arbeit aufgenommen. Gäste der Veranstaltung waren Rheinsbergs Bürgermeister Frank-Rudi Schwochow (BVB/Freie Wähler), die Mitglieder des Kuratoriums der Stiftung, Hans-Norbert Gast vom Verein Stadtgeschichte Rheinsberg sowie treue Freunde der Musikbrennerei. Wie Hans-Karsten Raecke bei der Begrüßung berichtete, sei mit der Gründung der Stiftung ein langjähriger Wunsch in Erfüllung gegangen. Dabei verwies er auf das Anwesen in Rheinsberg, die alte Schnapsbrennerei, die er mit seiner Frau Jane Zahn erworben hatte und als „Musikbrennerei“ zu einer Kleinkunstbühne ausbaute. Der Komponist und Musikinstrumenten-Erfinder, der mit der Stiftung sein Werk als Nachwelt erhalten möchte, erklärte, dass zurzeit im Vorderhaus Räume für die Ausstellung „Graphische Partituren und Klangskulpturen“ eingerichtet werden. Die Ausstellung soll am 10. November zur Langen Nacht der Künste 2018 eröffnet werden. Bereits am Ostermontag konnten einige der Installationen besichtigt werden. Mit Simon Desorgher und David Stevens waren auch Gäste aus London angereist, die einige ihrer Klangelemente mitgebracht hatten und die von den Gästen des Empfangs ausprobiert und interessiert in Augenschein genommen wurden. Natürlich durfte anlässlich der Feier zur Arbeitsaufnahme der Stiftung auch ein kleines Konzert nicht fehlen, das vom Namensgeber selbst und Jane Zahn gestaltet wurde. Dabei war Hans-Karsten-Raecke am Master-Keyboard sowie an der von ihm erfundenen Orion-Harfe zu erleben. Zu Gehör kamen drei Lieder von Christian Morgenstern, Joachim Ringelnatz und Kurt Tucholsky in einer Vertonung von Hans-Karsten Raecke und gesungen von Jane Zahn. Aber auch eine Komposition in Erinnerung an Johann Sebastian Bach mit dem Titel „Raster 6a“ aus der Feder von Raecke gehörte zum Programm. Zu einem besonderen Höhepunkt und Hörerlebnis entwickelte sich die Interpretation von „Solar“, einer Komposition für Orion-Harfe und Live-Electronic. Mit den Sätzen „Protuberanzen“, „Flug im Sonnenwind“ und „Im Asteroidengürtel“ bekamen die Gäste sphärische Klänge zu hören.
Der Ostermontag endete am Abend in der Musikbrennerei mit einem Konzert mit Gästen aus England, die Musik von Bach, Pachelbel, Telemann, Purcell, Hans-Karsten Raecke und anderen zu Gehör brachten. Eine gemeinsame Improvisation mit Hans-Karsten Raecke und Jane Zahn rundete schließlich das Konzert ab.

 
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