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Rheinsberg: Verein will Gräber erhalten

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(aus: Märkische Allgemeine; 12.08.2017)

Rheinsberg: Verein will alte Gräber erhalten
Ortsteile sollen in Debatte einbezogen werden

Rheinsberg. Ihre Liegezeit ist definitiv abgelaufen. Sollte man alle alten Grabstätten auf den Rheinsberger Friedhöfen aber nur deshalb einfach verschwinden lassen?
Auf keinen Fall, findet Jörg Möller. Deshalb setzt sich der Vorsitzende des Vereins Stadtgeschichte gemeinsam mit seinen Mitstreitern seit Jahren für den Erhalt bedeutender Ruhestätten ein. Bisher lag ihr Fokus dabei auf dem evangelischen Friedhof. Dort hat der Verein gemeinsam mit der Kirchengemeinde einen Gedenkort geschaffen, an dem besondere Grabsteine, Sarg- und Grabplatten gezeigt werden.
Er kümmert sich auch um die Pflege aus historischer oder auch architektonischer Sicht erhaltenswerter Ruhestätten und hat eine große Informationstafel zu dem Thema gestaltet. „
So etwas ähnliches stellen wir uns auch für den städtischen Friedhof vor", sagt Möller. Der Verein hat zudem angeregt, dass in den Ortsteilen ebenfalls die bedeutsamen Gräber erhalten werden sollen.
Der Bauausschuss, dem Möller vorsteht, hat sich bereits mit dieser Frage beschäftigt, sie aber in die Ortsbeiräte verwiesen.
Diese sollen nun erst zusammentragen, welche wichtigen Ruhestätten es in den Dörfern rund um Rheinsberg überhaupt gibt. Erst dann will der Ausschuss überlegen, welche Lösung sich für alle eignet. Das zweite Problem ist die Finanzierung des Projekts.
Bisher kam das Geld für die Restaurierung und andere Arbeiten an den Grabstätten meistens von Sponsoren.
Aus Sicht Möllers sollte im städtischen Haushalt aber jährlich eine bestimmte Summe für diesen Zweck vorgehalten werden. Diese wird nur dann abgerufen, wenn eine konkrete Ausgabe ansteht. „Wir haben die Aufgabe in der Vergangenheit vernachlässigt. Wir sollten uns jetzt dazu bekennen." .
Das findet auch Bürgerıneister Jan-Pieter Rau. Es sei wichtig,' für die gesamte Kommune festzulegen, was mit alten Grabsteinen passieren soll - auch aus versicherungstechnischen Gründen.
Denn Versicherer sehen Platten, die einfach an die Seite gestellt werden, nicht gern „Sie dürfen nicht stehen, weil sie umfallen könnten. Sie dürfen nicht liegen, weil man darüber stolpern könnte." Bauamtsleiter Guido Brückmann begrüßt die Diskussion auch, weil er sich klare Regeln wünscht. Der Bauhof, der sich jetzt schon tun Ehrengräber kümmert, wisse oft nicht, was erlaubt ist und was nicht. ca

 
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