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Rabs baut Stellen ab (BESCHÄFTIGUNG) Weniger Arbeitsgelegenheiten wegen der Hartz-IV-Reform (Ruppiner Tageblatt)

Carsten Schäfer
(aus: Märkische Allgemeine; 05.03.2011)

Die Arbeitsförder- gesellschaft Rabs musste viele Stellen abbauen. Sie will kein zusätzliches Geld vom Kreis. Zu Forderungen an andere schweigt der Geschäftsführer.

RHEINSBERG
Die Arbeitsfördergesellschaft Rabs aus Rheinsberg hat in den vergangenen Monaten massiv Arbeitsstellen abbauen müssen. Im vergangenen Jahr konnte die Gesellschaft noch Arbeitsgelegenheiten für im Durchschnitt 220 bis 230 Menschen anbieten, derzeit sind es noch etwa 141. Und damit ist das Ende des Schrumpfungsprozesses noch nicht erreicht: Die Zahl werde noch weiter sinken, sagte Geschäftsführer Berthold Henning. Die Gesellschaft selbst sei deswegen aber nicht in unmittelbarer Gefahr. Klar sei allerdings: "Auch wir müssen konsolidieren." Auf die festangestellten Mitarbeiter soll das keine Auswirkungen haben. "Wir hatten hier immer schon nur eine Minimalbesetzung", so der Geschäftsführer.Im Kreisausschuss am Donnerstagabend allerdings hörte sich das anders an. "Gibt es Probleme bei der Rabs?", fragte Dieter Helm, Chef der CDU-Fraktion im Kreistag. Er habe von Liquiditätsproblemen und einer möglichen Nachschusspflicht des Kreises gehört. Landrat Ralf Reinhardt sagte dazu nichts. Helm will eine Antwort bis zum Kreistag am kommenden Donnerstag. Berthold Henning sagte gestern, die Rabs stelle keine Nachschussforderungen an den Kreis. Zu Forderungen an die anderen Gesellschafter wollte er nichts sagen. Hauptgesellschafter der Rabs ist die Stadt Rheinsberg.Hintergrund für den Abbau der Arbeitsgelegenheiten ist die vor Kurzem beschlossene Hartz-IV-Reform. Durch sie steht der Bundesagentur für Arbeit deutlich weniger Geld für Arbeitsprojekte zur Verfügung. Deswegen müssen alle Arbeitsfördergesellschaften Stellen abbauen. Die Gab in Protzen hatte bereits vor einigen Tagen Alarm geschlagen (die MAZ berichtete), weil sie zwei Drittel ihrer Mitarbeiter verliert. In den Lebensmittelausgaben in Kyritz und Wittstock arbeiten nun nur noch zwei statt bisher sechs Leuten, es fehlen Mitarbeiter für die Hoffeste, die Gab schramme nur knapp an der Insolvenz vorbei, sagte ihr Projektleiter Siegfried Wittkopf.So dramatisch sieht Berthold Henning die Lage der Rabs nicht. Im Gegensatz zur Gab habe sein Unternehmen keine Werkstätten, in denen kontinuierlich Beschäftigte eingesetzt werden. Die Rabs hat ihre Mitarbeiter in befristeten Projekten eingesetzt, etwa bei der Instandsetzung von Kriegerdenkmälern oder beim Erfassen der Archivbestände des Rheinsberger Vereins Stadtgeschichte. Solche Projekte kann die Rabs künftig allerdings nur noch in einem geringeren Umfang unterstützen, so Henning.

 
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