STADTGESCHICHTE RHEINSBERG  e. V.
 
 
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Presseberichte

Aller Anfang ist schwer

Jürgen Rammelt
(aus: Wochenspiegel; 19.09.2015)

Aller Anfang ist schwer Schwerer Start für neue Vortragsreihe in Rheinsberg Rheinsberg Die Idee des Vereins Stadtgeschichte Rheinsberg war gut, doch der Auftakt im Gasthaus „Zum Alten Brau- haus” erwies sich als wenig glücklich: Obwohl sich die Organisatoren entschieden hatten, die Vorträge jedes Mal in einer anderen Lokalität durchzuführen, hatten sie nicht bedacht, dass dort auch noch andere Gäste anwesend sind. Es war vor allem der allgemeine Geräuschpegel, der beim Vortragsauftakt in der Gasthausbrauerei störend wirkte, so dass einige der Zuhörer so gut wie nichts vom Vortrag verstanden. Daran wird vermutlich auch eine Verstärkeranlage nichts ändern, wenn sich neben den Zuhörern noch andere Gäste im Lokal befinden, die gemütlich plaudernd ihr Bier trinken. Dennoch war Jörg Möller mit der Resonanz zufrieden, zumal der überwiegende Teil der rund 40 Gäste keine Vereinsmitglieder waren. Begonnen hatte die Veranstaltung, indem Möller das Zeitungsprojekt vorstellte. „Die Rheinsberger Zeitung erschien in den Jahren 1894 bis 1942 dreimal die Woche", erklärte der Vereinsvorsitzende. Herausgeber war Carl Thurmann, ein Rheinsberger Geschäftsmann. Möller berichtete, dass sich der komplette Zeitungs-Jahrgang 1912 im Besitz des Vereins befindet. Doch die Suche nach den restlichen Jahrgängen gestaltete sich schwierig. Fündig wurde der Verein in der Berliner Staatsbibliothek, die die kompletten Jahrgänge 1925 bis 1942 besitzt. Um die Zeitung der Öffentlichkeit zugängig zu machen, suchte der Vereine gemeinsam mit dem Fraunhofer-Institut und anderen Forschungseinrichtungen nach einer Möglichkeit, die Zeitung in ihrem Bestand zu erhalten und gleichzeitig lesbar zu machen. Dies gelang mit Unterstützung des Kulturministeriums und der Staatsbibliothek, indem laut Möller für ein Scan-Projekt eine „deutlich fünfstellige Summe” zur Verfügung gestellt wurde. „Inzwischen sind rund 18 O00 Zeitungsseiten digitalisiert, auf die auch in der Datenbank des Geschichtsvereins zugegriffen werden kann", berichtete der ehrenamtliche Geschichtsforscher. Den zweiten Teil der Veranstaltung gestaltete Katrin Protz. Die Mitarbeiterin der Rabs hatte aus den gescannten Zeitungen einige Beiträge ausgewählt, die die Stadt Rheinsberg betreffen. In der Veranstaltung las sie davon Ausschnitte aus diversen Ausgaben vor, bei denen es um Polizeiverfügungen, um Versteigerungen, um Heißluftballons über Rheinsberg und um das Verhalten der Jugendlichen bei Tanzveranstaltungen ging. Aber auch über die Umstellung der Straßenbeleuchtung von Gas auf Elektrotechnik, über eine Zirkusveranstaltung, ein Kirchenkonzert und die Musterung ging es in den Beiträgen der Rheinsberger Zeitung, die an dem Abend vorgelesen wurden. Nächster Termin Am 13. Oktober um 19 Uhr ist das Restaurant „Laternenhof” Gastgeber der Vortragsreihe. Unter dem Titel „Häuser erzählen Geschichte(n)" geht es um bedeutende Gebäude in Rheinsberg. Die Diplomrestauratorin Sandra Bothe möchte mit den Zuhörern das historische Rheinsberg ergründen und dabei das Projekt „Stummer Stadtrundgang" vorstellen.

 
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