STADTGESCHICHTE RHEINSBERG  e. V.
 
 
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Presseberichte

Die Prinzenstadt und ihre Historie im Blick / Der Verein Stadtgeschichte Rheinsberg erarbeitet eine Datenbank über die Kommune im Wandel der Zeit

Holger Rudolph
(aus: Ruppiner Anzeiger; 06.07.2011)

RHEINSBERG • Weit über die Region hinaus ist Rheinsberg durch sein Schloss sowie die Preußen-Prinzen Friedrich und Heinrich bekannt. Derartige weltgeschichtliche Aspekte interessieren den Verein Stadtgeschichte Rheinsberg nur beiläufig.
Hans-Norbert Gast vom Vereinsvorstand erläutert: „Das Schloss lassen wir außen vor. Mit seiner Dokumentation beschäftigen sich schon viele Fachleute. Wir konzentrieren uns auf die weitere Geschichte der Rheinsberger Kernstadt." Zur Gründung des Vereins kam es 2004, nachdem der Antiquitätensammler Gast bemerkt hatte, „dass bei Auktionen im Internet immer wieder dieselben Nicknames auftauchten". Einige davon entpuppten sich als Rheinsberger, darunter auch der heutige Vereinsvorsitzende Jörg Möller. Gast: „Von Anfang an ging es uns allen darum, gemeinsam Dinge aus der Vergangenheit zu erhalten." So baute der Verein eine Datenbank auf, deren Inhalt teilweise auch für Nicht-Mitglieder im Internet kostenfrei abrufbar ist.Der Verein dokumentiert Chroniken, Bücher, Ansichtskarten, Werbematerial und historische Rechnungen. Auch alte Fotos sowie die Stadt Rheinsberg betreffende Akten aus dem Archiv des Landkreises Ostprignitz-Ruppin sowie dem Brandenburgischen Landeshauptarchiv und alten Rheinsberger Zeitungen arbeiten die Heimatgeschichtler digital auf. Unterstützt werden die Freizeit-Archivare durch Mitarbeiter in Arbeitsfördermaßnahmen. Auch beim Land habe man den besonderen Wert der Arbeit des Vereins erkannt, berichtet Gast. Daher unterstütze das Kulturministerium die Rheinsberger Hobbyhistoriker. Die Datenbank des Vereins wird seitens des Ministeriums als mustergültig eingeschätzt und soll Interessierten in anderen Kommunen als Vorbild für eigene Initiativen dienen. Jährlich erarbeitet der Verein einen Rheinsberger Wandkalender. Die aktuelle Ausgabe beschäftigt sich mit dem in der Stadt vertretenen Handwerk im Wandel der Zeit. Zurzeit sind die Freunde der lokalen Geschichte mit einer Ausstellung in der Geschäftsstelle des Heimatvereins Rheinsberger Seenkette in der Rhinpassage vertreten. Außerdem arbeiten sie an einer Ausstellung zur Geschichte der Kommune, für die allerdings noch ein geeigneter Raum zu finden ist. Die
Vorträge der Vereinsmitglieder zur Langen Nacht der Künste, jeweils im November, sind beliebt.
In die Vereinsarbeit hineinschnuppern können Interes-sierte immer dienstags ab 19 Uhr. Dann treffen sich die Mitglieder im ersten Obergeschoss des Marstalls am Schloss. Wer danach dauerhaft mitmachen will, zahlt dafür einen Jahresbeitrag in Höhe von 20 Euro.

KONTAKT:
Stadtgeschichte Rheinsberg Jörg Möller
Lindenallee'53
16831 Rheinsberg
Telefon: (03 3931)37760 E-Mail: stadtgeschichte-rheinsberg@gmx.de
Internet: www.stadtgeschichte-rheinsberg.de

DATEN:
Gründung: 2004
Mitglieder: 30
Vorsitzender: Jörg Möller

Drei Fragen an:
Hans-Norbert Gast, Vorstandsmitglied

Herr Gast, was unterscheidet Ihren Verein von anderen Geschichtsvereinen?
Gast: Unsere umfangreiche Datenbank zur Geschichte der Stadt Rheinsberg im Internet ist im gesamten Bundesgebiet einmalig. Wir erfassen eine Vielzahl alter Akten. Dabei besteht eine enge Zusammenarbeit mit dem brandenburgischen Kulturministerium, das unser Projekt fördert.

Gelingt es Ihnen, junge Menschen für die Mitarbeit im Verein zu interessieren?
Gast: Das ist nicht einfach. Wir haben schon Kontakt zu den Schulen aufgenommen, doch die Resonanz ist gering. Wir hoffen, über konkrete Projekte an den Bildungseinrichtungen mehr Interesse wecken zu können.

Woher kommen ihre Mitglieder und was machen sie beruflich?
Gast: Längst nicht mehr nur aus Rheinsberg. Unter ihnen sind Berliner, einige kommen aus dem Alt-Bundesgebiet. Beruflich sind sie in allen Bereichen zu Hause.

 
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