STADTGESCHICHTE RHEINSBERG  e. V.
 
 
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Presseberichte

Nach der Wende ging es bergauf

Jürgen Rammelt
(aus: Ruppiner Anzeiger; 15.04.2016)

Vortrag zur Stadtsanierung: Seit 1991 flossen rund 25 Millionen in Rheinsbergs Zentrum

Die Stadtsanierung in Rheinsberg ist eine Erfolgsgeschichte. Dank der großzügigen Unterstützung durch den Bund, das Land und durch Eigenmittel der Kommune sowie der privaten Grundstückseigentümer konnten in den zurückliegenden 25 Jahren im historischen Stadtzentrum zahlreiche Gebäude, Plätze und Straßen saniert werden. Allein 25 Millionen Euro flossen dafür als Fördermittel in die Prinzenstadt.

So war auch am Dienstag das Interesse groß, als es beim aktuellen Vortrag des Vereins Stadtgeschichte Rheinsberg im Ratskeller um die Stadtsanierung ging. Wie der Vereinsvorsitzende Jörg Möller zur Begrüßung der rund 40 Gäste erklärte, findet die Vortragsreihe immer mehr Interessenten, auch weil die Stadt Rheinsberg auf eine nachhaltige und erfolgreiche 25-jährige Stadtentwicklung zurückblicken kann. „Das städtische Engagement, die Motivation privater Bauherren sowie die finanzielle Unterstützung durch das Land und den Bund haben dem Stadtbild eine erhebliche Aufwertung beschert“, resümierte Möller.

Großen Anteil daran hat die Deutsche Stadt- und Grundstücksentwicklungsgesellschaft mbH (DSK), die die Stadt seit 1991 treuhänderisch unterstützt hat. Daher lag es laut Möller nahe, dass diesmal ein Vertreter der DSK als Referent eingeladen wurde. Diese Aufgabe übernahm Monika Platz, die als Gebietsleiterin für den Norden Brandenburgs neben ihrem langjährigen Mitarbeiter Peter Wegener die Stadt Rheinsberg betreut hat.

In ihrem Vortrag berichtete Platz, wie 1991 plötzlich eine Million Euro für Planungsleistungen für die Sanierung in Rheinsberg zur Verfügung standen. Das war der Anfang, dem umfangreiche Arbeiten und Recherchen, wie die Festlegung der Sanierungsziele, die Erfassung der Missstände, die Festlegung des Sanierungsgebietes und die Erarbeitung einer Erhaltungssatzung und eines Rahmenplanes folgten.

2003 gab es endlich einen Sanierungsplan, der die Stärkung des historischen Stadtzentrums unter Beachtung der touristischen Potenziale, des Durchgangsverkehrs, der Versorgungsfunktion, der Wohnqualität, der Architektur sowie des Stadtbildes mit seinen Straßen und Plätzen zum Ziel hatte. Als einzigartiges Beispiel nannte Monika Platz die geplante und später realisierte Uferpromenade, indem es der Stadt gelungen war, private Eigentümer zu überzeugen, dass sie im Interesse der Allgemeinheit Teile ihrer Grundstücke zur Verfügung stellen.

Beeindruckend ist ebenso die Höhe der Fördermittel, die seit 1991 für die Stadtsanierung vom Bund und Land (je 9,9 Millionen Euro) sowie von der Stadt (4,7 Millionen Euro) zur Verfügung gestellt worden sind. Mit dem Geld wurden 14 Komplettsanierungen, 17 Hüllenförderungen realisiert sowie 70 kleinteilige Maßnahmen unterstützt. „Wenn man davon ausgeht, dass dabei die Aufwendungen der Grundstückeigentümer noch nicht einberechnet sind, ist das eine großartige Leistung“, so Platz.

Als positive Beispiele nannte die DSK-Frau die Kirchstraße 1 (Betreutes Wohnen), die Wohnhäuser Königstraße 5 und Markt 11, sowie die Remise, in der sich jetzt die Touristinformation und Ausstellungsräume befinden.

Was die Zukunft betrifft, sprach Monika Platz die Hoffnung aus, das der Bund und das Land die Stadtsanierung auch in den kommenden Jahren unterstützen werden. Aufgaben gebe es noch genug. Als Schwerpunkte nannte sie den Triangelplatz und Markt, aber auch die Mühlenstraße 23, den nördlichen Teil der Kirchstraße und die Nebenanlagen der Seestraße. Dafür wären noch einmal geschätzte 6,6 Millionen Euro notwendig.

 
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