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Presseberichte

Novemberabend voller Vielfalt - Rheinsbergs Lange Nacht der Künste brachte jede Menge Leben in die Stadt

Daniel Dzenian
(aus: Ruppiner Anzeiger; 10.11.2014)


Rheinsberg (RA)
Sage und schreibe 39 Kulturveranstal­tungen hatte Rheinsberg am Samstagnachmittag und -abend zu bieten.

"Einen lauen Sommerabend kann jeder mit Leben füllen. Mit ei­ner Novembernacht ist das schon schwerer. Das kann nur Rheins­berg." Mit diesen Worten eröff­nete der Leiter des Kurt-Thchol­sky-Museums, Peter Böthig, die Lange Nacht der Künste im Saal des Rheinsberger Schlossthea­ters. Kunst sei dazu da, das Le­ben der Menschen zu bereichern, den Horizont zu erweitern, sagte Böthig. "Ich werde immer ge­fragt, was das Besondere an der Langen Nacht der Künste in Rheinsberg ist. Die Antwort lautet: Es ist die Vielfalt."

Als Böthig die einleitenden Worte gegen 16 Uhr sprach, wa­ren schon sechs Termine über die Bühne gegangen. Da hatten En­dre Gering und Detlef Fuchs Be­sucher schon durch den Markt­flügel des Kavalierhauses geführt und über die Sanierung dort be­richtet. Auf den Straßen tummelten sich bereits am Nachmittag di­verse Drehorgelspieler. Passend dazu hatte Norbert Gast eine Ver­anstaltung im Gemeindesaal ne­ben der Kirche angeboten, in de­r er Kindern erklärte, welche Entwicklung die modeme Mu­sik bis heute gemacht hat. "Von der Walze zur Mp3" lautete der passende Titel.

In der Galerie Zitronengrau der Fotografin Carola Martin und der Zeichnerin Andrea Köhler er­freute sich ein kleines Publikum bei türkischem Kaffee und Salzgebäck an düster bis witzigen Fo­tografien und Bildern.
Dicht drängten sich die Be­sucher im neuen Cafe am Kirch­platz, Ecke Schlossstraße und in der Kurt-Thcholsky-Buchhand­lung. Viele Gäste standen bis in den Eingangsbereich. Im Cafe referierte Peter Köster über die Räumlichkeiten, im Buchladen erfuhren die Zuhörer Wissen­wertes über Rheinsberger Villen. Rheinsbergs Knirpse führten der­weil im Tanzhaus ein getanztes Mosaik auf.

Mit viel Humor berichtete Rheinsbergs neuer Kantor Kai Dittmann über die großen Musikinstrumente in der Kirche. Bei seinen Orgelführungen durften die Leute während seines Spiels schon mal die Hände an die Stel­len in das Instrument stecken, wo der Organist im Normal­fall während des Gottesdiens­tes böse werden würde. Sie er­fuhren so, wo die Luft strömt, die zu dem opulenten Klang ei­ner Orgel führt.
Musik gab es darüber hinaus reichlich: Nach der Eröffnung zeigte das Blechbläserensemble der Kreismusikschule, was sie kann. Die Streicher unter Lei­tung von Lothar Dumann gaben später ein Konzert in der Kirche.

Auch Rheinsbergs kulturelle Schwergewichte waren mit von der Partie. Die Preisträger der Kammeroper traten am späten Abend im Schlosstheater auf. Der Gemischte Chor aus Königs Wusterhausen wurde von der Musikakademie präsentiert. Ge­gen 23 Uhr machte die Big Band der Kreismusikschule den Ab­schluss. Das waren längst noch nicht alle Veranstaltungen am Abend. Filme waren zu sehen und Lesungen zu hören.

[BILDTITEL]
OBEN: Man konnte nicht überall gleichzeitig hin: Die Lange Nacht der Künste in Rheinsberg bot 39 Kulturveranstaltungen. Mächtig Andrang herrschte beim Vortrag im neuen Cafe am Kirchplatz, Ecke Schlossstraße (linkes Bild). Kantor Kai Dittmann ließ Besucher Hand an die Orgel legen (rechtes Bild), während die Kinder draußen vor der illuminierten Kirche ihre eigene Kunst machten (Mitte). Fotos (5): Daniel Dzenian
UNTEN: Erst kluges gesagt, dann Blech gespielt: Peter Böthig eröffnete die Nacht im Schlosstheater, anschließend gab das Blechbläser-Ensemble der Kreismusikschule ein Konzert (linkes Bild). Die Katzen im Atelier Zitronengrau gaben dem Namen fast seine Berechtigung (rechtes Bild).

 
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