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Eine gerollte Platte – Keramikhaus stellt Rheinsberger Jahresbecher 2013 vor

Carsten Schäfer
(aus: Märkische Allgemeine; 19.12.2012)

RHEINSBERG
Für 2013 soll es Porzellan sein. Aus diesem Material bestehen die neuen Jahresbecher, die das Rheinsberger Keramikhaus gestern vorgestellt hat. Es ist der dritte Jahresbecher überhaupt und der erste, der aus einem Material besteht, das für Rheinsberg eigentlich nicht typisch ist. Gestaltet hat ihn die Keramikkünstlerin Kordula Kuppe aus Halle (Saale). Wie bei allen Jahresbecher-Jahrgängen gestaltet sie jeden einzelnen Becher individuell. Und das beginnt schon bei der Form, sagt Christel Titze-Manigk, die Inhaberin des Keramikhauses.

Kordula Kuppe wurde 1976 in Halle geboren und studierte an der Hochschule Burg Giebichenstein Plastik und Keramik. Sie war zu Studienaufenthalten in den USA und Tschechien und erhielt 2003 den Förderpreis Keramik der Nassauischen Sparkasse, 2009 den Keramikpreis Höhr-Grenzhausen. Für den Jahresbecher vorgeschlagen hat sie Martin Möhwald, der den Becher 2011 gestaltete.

Kordula Kuppe dreht ihre Tassen nicht wie ein klassischer Töpfer auf der Scheibe. Stattdessen gießt sie Porzellanplatten auf einer Gipsform, lässt sie trocknen und formt aus der Platte dann einen Becher. Die Kante, an der die Platte zusammengedrückt wurde, ist bei den neuen Jahresbechern gut zu sehen. Selbst den Boden gestaltet sie immer wieder neu, indem sie dieses Porzellanstück auf irgendein Material drückt und so ein Muster erzeugt. Das kann eine Luftpolsterfolie genauso sein wie eine Küchenreibe, erzählt Christel Titze-Manigk.

Die eigentliche Leidenschaft von Kordula Kuppe ist aber eine andere: „Beim Porzellan schätzt sie die Dekorationsmöglichkeiten“, sagt Christel Titze-Manigk. Für den Rheinsberger Jahresbecher hat sie ihre Porzellanplatten mit alten Stadtplänen, mit Vasen oder anderen architektonischen Elementen aus Rheinsberg bedruckt. Die Motive dazu hat ihr Jörg Möller, der Vorsitzende des Vereins Stadtgeschichte, zur Verfügung gestellt.

INFO
Der Jahresbecher wird am 1.Januar ab 10 Uhr bei einem Sektempfang im Keramikhaus in der Rhinpassage der Öffentlichkeit vorgestellt. Ab dann ist er auch im Keramikhaus zu haben, er kostet 27 Euro pro Stück.

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Zwei der Rheinsberger Jahresbecher 2013 von Kordula Kuppe.
Foto: Carsten Schäfer

 
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