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Noch immer ist nichts entschieden – Bauausschuss berät erneut zur Zukunft von Remise und Häusern an der Seestraße.

Holger Rudolph
(aus: Ruppiner Anzeiger; 28.01.2009)

RHEINSBERG
An sich sollte Rheinsbergs Bauausschuss am Montagabend entscheiden, dass eine Grobplanung für die Remise und die Häuser Seestraße 9, 10 und 12 in Auftrag gegeben wird. Auch Peter Wegener vom Stadtsanierungsträger DSK hatte sich dafür stark gemacht, dass die beiden seit Jahren geplanten Projekte endlich mit Fakten untersetzt werden. Noch sind die stark sanierungsbedürftigen Häuser an der Seestraße und die Remise, in der zurzeit noch der Bauhof untergebracht ist, für Wegener „akute städtebauliche Missstände“.

Ohne einen kommunalen Eigenanteil ginge es für die Stadt trotz der Lage im Sanierungsgebiet aber nicht ab. Letztlich wurde, wie Bürgermeister Manfred Richter (SPD) gestern mitteilte, auch im nichtöffentlichen Teil kein Beschluss gefasst. Es bestehe noch Beratungsbedarf. Die Verwaltung hatte vorgeschlagen, eine Arbeitsgruppe zu bilden, die sich intensiv mit dem Thema befasst. Doch diese Idee fand keinen Anklang. Die Zukunft der Gebäude gehöre in den Bauausschuss, der sich demnächst erneut mit diesem Thema befassen wird.

In der auch als alte Feuerwache bekannten Remise und den Häusern an der Seestraße könnten Stadtverwaltung, Tourist-Info, Bibliothek und der Verein Stadtgeschichte Rheinsberg eine neue Heimat finden, so die Idee. Das aktuelle Rathaus samt Bauamts-Gebäude würden verkauft.

Der Bauausschussvorsitzende Georg Hoffmann gab indes zu bedenken, dass es wichtiger wäre, die Baulücke direkt neben dem Rathaus zu schließen. Er sieht in dieser einen Schandfleck. Das Rathaus ließe sich viel eher veräußern, wenn der Käufer auch die Lücke direkt daneben erwerben und nach Denkmalschutz-Kriterien mit Fördermitteln neu bebauen könnte. Richter sah dafür keine Chance: „Geld aus der Städtebauförderung gibt es nur für die Gebäudesanierung. Und dort steht leider kein Haus mehr.“

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In der alten Feuerwehr wäre auch Platz für eine Heimatstube des stadtgeschichtlichen Vereins.
Fotos (2): Rudolph

 
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