STADTGESCHICHTE RHEINSBERG  e. V.
 
 
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Presseberichte

Lichtgestalt Friedrich sah vom Marstall aus zu – Ausverkaufte Führungen, nächtliche Konzerte und abendfüllendes Programm: Lange Nacht der Künste fand wieder großen Zuspruch

Julia Werner
(aus: Ruppiner Anzeiger; 03.11.2008)

RHEINSBERG
Wenn im tiefsten Rheinsberger Herbst nach Mitternacht kein Totentanz auf den Straßen herrscht, sondern fröhliche Grüppchen durch die illuminierte Stadt ziehen, dann ist dies mit Sicherheit der Ausklang der Langen Nacht der Künste.

Besonderer Blickfang war in diesem Jahr am Samstagabend der Marstall, der mit gleichsam dezenten wie eindrucksvollen Licht-Projektionen eingekleidet war. Über die Front erstreckte sich ein Akanthusfries, ein typisches Stilmittel des 18. Jahrhunderts, seitlich schaute der musizierende Friedrich vom berühmten Gemälde Adolph Menzels auf die Besucher. Für die Illumination hatte Ingo Neher vom Laurentius-Bistro, das als Caterer die Schlossparkbesucher vor dem Marstall in einem Zelt mit Glühwein und wärmenden Speisen versorgte, den Künstler Lutz Mattstädt aus Berlin in die Prinzenstadt geholt. Dieser reiste mit zehn Projektoren an und war von den Möglichkeiten vor Ort begeistert: „Rheinsberg hat für derartige Lichtkunst ein großes Potenzial“, meinte er.

Auch Dr. Peter Böthig vom Kunst- und Kulturverein Rheinsberg, der für die Lange Nacht der Künste verantwortlich zeichnet, zeigte ich begeistert: „Die Fassade des Marstalls wirkt wie verzaubert und passt hervorragend ins Ambiente.“

Dr. Detlef Fuchs lobte die Veranstaltung im Allgemeinen: „Super Atmosphäre und die Führungen sind so gut wie alle ausgebucht.“ 583 Karten wurden in diesem Jahr verkauft. Das waren zwar etwas weniger als im vergangenen Jahr, der Rückgang für die Veranstalter aber nicht so dramatisch. Auf dem Programm standen Schlossführungen mit verschiedenen Themenschwerpunkten, Vorträge, Lesungen, Kinderveranstaltungen und natürlich eine Auswahl von Konzerten.

Nutznießer der Langen Nacht der Künste ist in diesem Jahr der Verein Stadtgeschichte Rheinsberg, dem ein Teil des Erlöses für seine Arbeit zugutekommt. Umso erstaunlicher war es, dass sich gerade zur Finissage am Abend kaum ein Besucher auf den Kirchplatz verirrte. Dabei hatte der Verein seine aktuelle Ausstellung „Rheinsberger Ansichten – einst und jetzt“ auf beeindruckende Weise auf die Wände der St.-Laurentius-Kirche projiziert, und es gab zudem einen kleinen Info-Stand. „Das Geld soll konkret für die Software ausgegeben werden, die wir brauchen, um Informationen jeder Art zur Stadtgeschichte Rheinsberg in unserer Internet-Datenbank zu archivieren“, sagte Jörg Möller, Vorsitzender des Vereins. Weitere finanzielle Unterstützung erhofft sich der Verein vom Erlös der 500 Kalender, die für das Jahr 2009 mit Motiven aus dem Rheinsberger Stadtbild in der Gegenüberstellung von 100 Jahren Zeitunterschied ausgestattet sind.
Insgesamt jedoch waren die Veranstaltungen gut besucht und so mancherorts war nicht einmal mehr ein Sitzplatz zu haben.

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Der Marstall wurde künstlerisch illuminiert und bot den flanierenden Schlossparkgästen einen fantastischen Anblick.

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Auch eine lange reichte nicht aus, damit die Besucher alles lesen und sehen konnten.

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Kleine Besucher durften länger aufbleiben.

 
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