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Presseberichte

Kein Sütterlin - ZU: TESTAMENT AUFGETAUCHT - MAZ vom 16.8.

(aus: Märkische Allgemeine; 20.08.2008)

In dem Beitrag über das Testament vom Tuchmacher Johann Christian Loycke, 1809 Ratsherr, wurde berichtet, dass man das Dokument von der damals üblichen Sütterlin-Schrift mit Hilfe von Frau Doris Lippuner in die heutige lateinische Schrift übertragen konnte.

Das ist nicht korrekt.
Ludwig Sütterlin (1865 bis 1917), deutscher Grafiker und Pädagoge, entwickelte die nach ihm benannte Schrift, die die Grundlage der 1935 (bis 1941) an deutschen Schulen als Normalschrift eingeführte Schreibschrift bildete. (Quelle: Meyers Taschenlexikon 1992). Bei der Schriftart des Testamentes handelt es sich vermutlich um die alte deutsche Schreibschrift, die man mit der sogenannten Kanzleischrift in den alten Dokumenten findet. Frau Lippuner ist wohl der letzte Einschulungsjahrgang, der die Sütterlinschrift noch lernte.
Dr. Karin Bellin, Neuruppin

Anmerkung der Redaktion:
Bei der alten deutschen Schreibschrift sind die Buchstaben denen der Sütterlin-Schrift sehr ähnlich, allerdings spitzer und schmaler.

 
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