STADTGESCHICHTE RHEINSBERG  e. V.
 
 
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Ein Grabmal für die Ewigkeit / Verein Stadtgeschichte enthüllte Grabtafel der Familie Lüdicke

Inez Bandoly
(aus: Ruppiner Anzeiger; 22.03.2014)

RHEINSBERG (iby)
Mitglieder des Vereins Stadtgeschichte Rheinsberg enthüllten am Freitag auf dem kirchlichen Friedhof vor gut ein Dutzend Besuchern die Grabtafel der Familie Lüdicke.

Carl Friedrich Lüdicke wurde 1739 als Sohn des Kaufmanns Carl Heinrich Lüdicke in Berlin geboren. Er übernahm nach dem Tod des Vaters dessen Berliner Fayencemanufaktur als wirtschaftlicher Leiter. 1770 kam er nach Rheinsberg und startete dort die Keramikproduktion. Dafür erwarb Carl Friedrich Lüdicke die 1762 vom Hofintendanten des Prinzen Heinrich Baron von Reisewitz,gegründete Fayencemanufaktur für 5000 Taler

Bis 1790 stellt Lüdicke die Produktion von Fayence auf Steingut um. Fünf Jahre später starb er in Rheinsberg und wurde 1795 auf dem städtischen Friedhof begraben.

Der Verein Stadtgeschichte Rheinsberg hat es sich gemeinsam mit der evangelischen Kirchengemeinde der Stadt zur Aufgabe gemacht, historische Grabmäler für die Nachwelt zu erhalten. Das Märkische Museum in Berlin hatte die Grabtafel der Familie Lüdicke 1928 aufgekauft, nachdem die Gruft eingeebnet worden war. Die Tafel aus Zinn liegt heute noch im Museum. Auf dem Rheinsberger Friedhof liegt jetzt eine mit Computerdaten gefräste Kopie aus Kunststoff mit Aluminiumstaub . „Das hält hoffentlich bis in alle Ewigkeit“, sagte Vereinsvorsitzender Jörg Möller.

Die Kosten für die Herstellung des enthüllten Projektes betrugen 2500 Euro. Diese hat der Ortsbeirat übernommen.

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Zur Erinnerung: Jörg Möller, Vorsitzender des Vereins Stadtgeschichte Rheinsberg, enthüllte die Grabtafel.
Foto: Inez Bandoly

 
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