STADTGESCHICHTE RHEINSBERG  e. V.
 
 
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Presseberichte

400 Kilo für Heinrichs Leibarzt/Wuchtige Grabplatte erinnert wieder

Holger Rudolph
(aus: Ruppiner Anzeiger; 05.06.2012)

Rheinsberg. Einen Schritt weiter gekommen ist der Verein Stadtgeschichte Rheinsberg seit gestern Vormittag mit seinem Projekt zur Erinnerung an einst bedeutende lokale Persönlichkeiten. Die Grabplatte von Prinz Heinrichs Leibarzt I. F. B. Krumteich liegt nun auf einem festen Sockel.

Bereits vor einiger Zeit war dem Verein die 400 Kilogramm schwere Platte angeboten worden. Zuvor hatte sie unbeachtet in einer Ecke des kirchlichen Friedhofs gelegen. Schnell sei man sich im Verein einig gewesen, dass diese Platte und einige ebenfalls weitgehend vernachlässigte Grabsteine wieder einen würdigen Platz finden sollten, berichtete gestern Vereinsmitglied Hans-Peter Dageroth.
Auf der Südseite des städtischen Friedhofs, links des Eingangs von der Schlossstraße her, wurde ein Gelände eingefasst, auf dem einst bekannter Prinzenstädter gedacht werden soll. Mit der wuchtigen Grabplatte des früheren Leibarztes Krumteich, der den Rang eines Hofrathes inne hatte, ist nun ein Anfang gemacht. Nachdem das Fundament vorbereitet und ein U-Träger montiert war, brauchte gestern nur noch die Platte aufgesetzt zu werden. Allerdings war dies angesichts ihrer großen Masse gar nicht so einfach. Ein Radlader war nötig, um das Schwergewicht in Position zu bringen.
Einige Unternehmen und Privatleute aus der Region wollen sich, so Dageroth, an der Finanzierung der Gedenkstätte für Rheinsberger Persönlichkeiten beteiligen. Es geht nicht nur darum, dass die Platten und Steine so präsentiert werden, wie der Friedhofsbesucher es an einem Ort des Gedenkens erwartet. Zudem sollen Informationstafeln aufgestellt werden, die einen Überblick zum Wirken der jeweiligen Würdenträger geben. Um wen es sich dabei handelt, will der Verein erst später bekannt geben. Zu mehreren einst bedeutenden Einwohnern sei noch einige Forschungsarbeit nötig, sagte Dageroth.
Die Krumteich-Grabplatte kann zwar schon besichtigt werden. Doch sie wird noch mit einem neuen schwarzen Anstrich versehen. Auch fehlen zur Tafel noch die begleitenden Informationen. Ist alles fertig, dann soll es eine Feierstunde geben, bei der in Anwesenheit von Gästen und Sponsoren das weitere Projekt erläutert wird.
Viele Touristen statten schon jetzt neben Schloss und Park auch dem Friedhof einen Besuch ab. Ihre Hoffnungen, dort Informationen zu bekannten Rheinsbergern längst vergangener Zeiten zu finden, werden allerdings bisher weitgehend enttäuscht. Künftig soll sich dies mit dem Vorhaben des Stadtgeschichts-Vereins ändern.

unter dem Bild:
Erinnert: die Grabplatte des Leibarztes. Archiv-Foto: Heller

 
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