STADTGESCHICHTE RHEINSBERG  e. V.
 
 
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Stummer Stadtrundgang Schilder an restaurierten Gebäuden sollen auf die Geschichte hinweisen (Ruppiner Tageblatt)

Jürgen Rammelt
(aus: Märkische Allgemeine; 08.12.2004)

JÜRGEN RAMMELT RHEINSBERG Die Stadt Rheinsberg möchte im kommenden Jahr einen „stummen Stadtrundgang“ anbieten. Damit sind Schilder an denkmalgeschützten Häusern und anderen Bauwerken gemeint, die Vorbeikommende auf deren historische Vergangenheit hinweisen und Erläuterungen geben, was es mit dem Gebäude oder Einzeldenkmal auf sich hat. Initiator der Aktion ist die Stadt. „Es gibt in unserer Stadt jede Menge Denkmale, die mit erheblichen Mitteln der Eigentümer, aber auch mit Fördergeldern instand gesetzt wurden“, erläutert Anja Holtz-Baumert. Diese Häuser sollen jetzt nach und nach Schilder erhalten, sodass am Ende ein Weg entsteht, den historisch interessierte Gäste der Stadt ablaufen können. Verbündete für ihre Idee fanden die Mitarbeiter der Rheinsberger Verwaltung in der Arbeitsgemeinschaft historische Stadtkerne, im Rheinsberger Verein Stadtgeschichte sowie im Stadtarchitekten Peter Köster und dem Restaurator Jochen Hochsieder. Das erste Schild sei bereits in Arbeit. Selbst Oberkonservatorin Renate Bretzmann vom Landesamt für Denkmalpflege, mit der vor einigen Tagen über die Form der Schilder und die Darstellung gesprochen wurde, findet den Vorschlag „große Klasse“. Sie hatte noch einige Vorschläge unterbreitet, wie das eine oder andere Detail verändert werden könnte, aber im Großen und Ganzen zeigte sie sich von der Rheinsberger Idee begeistert. Das Gebäude und der Startschuss für die Anbringung des ersten Schildes stehen ebenfalls fest. Es ist die alte Schule in der Kirchstraße 1, die das erste Schild erhalten soll. Am kommenden Montag wird um 11 Uhr mit der Öffnung des 13.Türchens des historischen Adventskalenders der Arbeitsgemeinschaft „Städte mit historischen Stadtkernen“ in Rheinsberg auch erstmals ein Schild mit Text auf das Einzeldenkmal hinweisen. Bei dem Gebäude, in dem alters- und behindertengerechte Wohnungen entstanden sind, handelt es sich um eines der ältesten Gebäude der Stadt. Die alte Schule wurde 1541 bereits urkundlich erwähnt. Das Schulhaus, das einst am Kirchplatz stand, war beim Stadtbrand 1740 zerstört worden. Mit dem Neubau wurde 1743 dann der siebenachsige Bauteil an der Seestraße errichtet. 1835/36 wurde dieser im Auftrag des Magistrats umgebaut und um den Flügel zur Kirchstraße hin erweitert. Laut Anja Holtz-Baumert gibt es bei der Stadt bereits konkrete Vorstellungen, welche Häuser noch in den stummen Stadtrundgang einbezogen werden sollen. Außerdem wird über ein Faltblatt nachgedacht, in dem die einzelnen Objekte beschrieben sind und das beim Stadtrundgang eine Hilfestellung bietet, die Stationen zu finden.

 
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