STADTGESCHICHTE RHEINSBERG  e. V.
 
 
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Rekord: Höher und älter ist keiner / Meilenstein ist ein Riese unter seinesgleichen

Holger Rudolph
(aus: Ruppiner Anzeiger; 12.04.2008)

RHEINSBERG Touristen blieben auch bisher schon an der Postmeilensäule am Triangelplatz im Herzen der Rheinsberger Kernstadt stehen. Jetzt gibt es einen Grund mehr dafür: Sie ist der älteste und höchste Meilenstein auf dem einstigen Gebiet von Preußen, Mecklenburg und Anhalt.
Der Verein Stadtgeschichte Rheinsberg muss wohl geahnt haben, dass der Stein mehr als einer von vielen seiner Art ist. Führen die 17 Lokalgeschichts-Forscher den Regestolz doch in ihrem Logo. Wie wichtig die Säule für Meilenstein-Interessierte ist, erfuhr Jörg Möller als Vorsitzender des Vereins Ende Februar bei der Potsdamer Geschichtsbörse. Dort stellte sich auch die Forschungsgruppe Meilensteine vor. Nicht schlecht staunte Möller, als ihn Meilenstein-Forscher Rolf Zimmermann ansprach: „Er meinte nur, dass wir doch wohl den Größten hätten.“ Schnell war klar, dass er die Säule am Triangelplatz im Herzen der Kernstadt meinte. Ein paar Wochen später bekam Möller Post von Zimmermann. Darin wird dem Verein mitgeteilt, dass die Postmeilensäule „die älteste in originaler Grundsubstanz in Mecklenburg, Anhalt und Preußen ist“. Sie stammt aus dem Jahr 1765 und ersetzte ihre hölzerne Vorgängerin.
Exakt vermessen worden war der Meilenstein bislang nicht. Der Verein holte das nun nach. Der Stein misst gut zehn Meter und überragt damit den bislang höchsten Meilenstein von Preußen, Mecklenburg und Anhalt deutlich. Der steht in Ludwigslust und ist nach den Angaben der Meilenstein-Forscher 9,54 Meter hoch.
Mit der höchsten und ältesten Postmeilensäule weiter Teile Norddeutschlands besitzt Rheinsberg nun eine Attraktion mehr. Dass sie zu Prinz Heinrich von Preußens Zeiten derart hoch gebaut wurde, liegt nicht zuletzt an der einstigen Bedeutung der Stadt. Bei der Restaurierung des Meilensteins vor gut zehn Jahren wurden die bunten Glasmosaik-Post-Motive aus DDR-Zeiten an den vier Seiten des Obelisken entfernt. Stattdessen erinnern nun ein Lageplan des Schlossparks sowie Entfernungsangaben zu bedeutenden europäischen Metropolen aus Heinrichs Zeit an die einstige Funktion der sich nach oben hin verjüngenden Säule.
Jörg Möller freute sich gestern: „Da haben wir für unseren Verein doch wirklich ein sehr gutes Symbol gefunden, obwohl wir damals noch gar nicht alles über den Wert der Postmeilensäule wussten.“

 
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