STADTGESCHICHTE RHEINSBERG  e. V.
 
 
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Presseberichte

Ein Ort stiller Passion Kultur Förderverein des Kulturgutshauses Köpernitz feiert sein zehnjähriges Bestehen (Ruppiner Tageblatt)

Andreas Vogel
(aus: Märkische Allgemeine; 14.07.2008)

Von Jürgen Rammelt KÖPERNITZ Obwohl zehn Jahre noch kein Alter sind, kann solch ein runder Geburtstag schon Anlass zum Feiern sein. So war es am Freitag in Köpernitz, als der Förderverein Kulturgutshaus seine Mitglieder und Freunde zu einer kleinen Festveranstaltung eingeladen hatte. In seiner Begrüßung würdigte der Vorsitzende Bernd Donner das Engagement von Andreas Kirsch, Lothar und Werner Dumann, die vor zehn Jahren den Verein aus der Taufe gehoben haben. „Nicht immer ist es leicht gewesen, die anvisierten Ziele zu erfüllen“, sagte Donner. Ganz herzlich begrüßte der Vereinschef Daniela Graf, die Tochter des Rheinsberger Ehrenbürgers Jürgen Graf, der zu den Förderern des Vereins gehörte. Lob gab es auch für Harald Kühn, den Ortsbürgermeister, für den Rheinsberger Verwaltungschef Manfred Richter und die Wohnungsgesellschaft, die für die Belange des Vereins stets ein offenes Ohr haben. Dann ergriff Gotthard Erler das Wort. Der Fontane-Kenner und Autor zahlreicher Bücher begann seine Laudatio mit einem Zitat des märkischen Dichters. Erler berichtete, dass der Dichter der Mark in seiner Liebeserklärung an Köpernitz von sieben Schönheiten gesprochen hat. „Nur im Fall des Ortes Köpernitz hat Fontane von der stillen Passion geschrieben“, betonte Erler. Auch er würdigte die Arbeit des Fördervereins. „Die Vielfalt und Qualität der Veranstaltungen und das Engagement der Mitglieder haben dafür gesorgt, dass der Name Köpernitz immer bekannter wird.“ Treffend ging der Laudator auf die Bedeutung der Fördervereine ein: „Die Vereine füllen die Lücke, die der Staat zu leisten nicht imstande ist.“ Während Manager mit Millionen-Abfindungen bedacht werden, wenn sie ihre Unternehmen in den Sand fahren, müssten die Fördervereine um Almosen betteln. „Außerdem sind die Fördervereine den Krakenarmen der Bürokratie ausgesetzt“, sagte Erler. Zu den Gratulanten am Freitagabend gehörte der Leiter des Rheinsberger Kurt-Tucholsky-Literaturmuseums Peter Böthig, der 27 „Rheinsberger Bogen“, die Hefte der bisherigen Stadtschreiber, dem Förderverein als Geschenk übergab. Auch Jörg Möller vom Verein „Stadtgeschichte Rheinsberg“ gratulierte. Namens seines Vereins übergab Möller eine Dokumentation mit 115 Dateien, in denen der Ort Köpernitz erwähnt wird. Grüße aus der Ferne hatte Hasso von Bredow dem Verein geschickt. In dem von Christina Koenig vorgelesenen Brief würdigte der Nachfahre der Familie von Zeuner die unermüdliche Arbeit des Vereins und wünschte Bernd Donner und seinen Mitstreitern weiterhin viel Erfolg. Musikalisch umrahmt wurde die Veranstaltung von einem Ensemble der Musikschule Neuruppin unter Leitung von Lothar Dumann.

 
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