STADTGESCHICHTE RHEINSBERG  e. V.
 
 
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Presseberichte

Neue Ideen für die eigenen Projekte / Die Heimatvereine aus Calau, Altdöbern und Crinitz waren auf der 9. Geschichtsbörse in Potsdam vertreten

Stephan Uhlig
(aus: Lokal-Rundschau; 01.03.2013)

Die Heimatvereine Calau, Altdöbern und erstmals auch Crinitz präsentierten sich und ihre Städte auf der 9. Potsdamer Geschichtsbörse. Damit gehörten sie zu den rund 70 Heimat- und Geschichtsvereinen, sowie mit Geschichte befassten Einrichtungen aus Berlin, Brandenburg und Polen die in Potsdam zusammen kamen.

Calau/Potsdam. Durch das Tagesthema „Die deutsch-polnische Nachbarschaft im Dialog der Generationen" gab es gleich zwei interessante Aspekte zu erleben. Einmal stand die Neumark (heute Polen) als früherer Teil Brandenburgs und Preußens im Blickpunkt, aber auch das Interesse der Jugend zu den geschichtlichen Themen. So verwunderte es auch nicht, dass sich fast 1000 Besucher durch die Vielzahl der Stände drängten, den Erfahrungsaustausch suchten und sich über geschichtliche Ausflugsziele in den Brandenburger Landstrichen informierten.
Und das nicht nur im Bezug auf die deutsch-polnische Nachbarschaft und damit verbundene geschichtliche Fragen. „Trotz des ungemütlichen Winterwetters war die Potsdamer Börse in diesem Jahr unheimlich interessant. Vor allem gab es auch Vereine, die technische Möglichkeiten aufgezeigt haben, die auch uns in Calau weiterbringen können", sagte Matthias Nerenz, Geschäftsführer des Heimatverein Calau. Er informierte sich intensiv am Stand von „Stadtgeschichte Rheinsberg e.V.".
Der Verein betreibt eine Art Datenbank zur Geschichte des Ortes. Mittlerweile hat dieser Verein eine Förderstiftung gebildet und gestaltet einen „stummen" Stadtrundweg. „Sie nutzen den QR-Code, um interaktive Inhalte übers Internet anzubieten. Dort könnten wir uns etwas für die Weiterentwicklung unseres Calauer Witzerundwegs abschauen", so Matthias Nerenz
weiter. Ähnlich sah es auch Andre Bareinz, Standbetreuer an der Calauer Auslage: „Tourismus und Geschichte lassen sich hier unmittelbar verknüpfen. Da besteht in Calau noch viel Handlungsbedarf. Hier müsste noch intensiver mit der Stadtmarketing AG, der Stadt Calau und dem Tourismusausschuss zusammengearbeitet werden, um die Wirkung der Stadt Calau nach außen sinnvoll zu verstärken." Darüber hinaus luden auch zahlreiche Vorträge und Sonderausstellungen rund um die Geschichtsbörse ein, sich nicht nur von dem historischen Veranstaltungsort inspirieren zu lassen.
Gerd-Uwe Lehnigk verkleidet als Schuhmachermeister, brachte den Flyer vom Witzerundweg an die Besucher und stellte fest: „Der Witzerundweg und die Mobile Welt des Ostens sind inzwischen Markenzeichen von Calau und das hat sich mittlerweile auch in
Potsdam herumgesprochen."
Ortschronistin Erika Förster, die zum ersten Mal in Potsdam war, wurde schnell fündig. Sie entdeckte ein Buch zur Familiengeschichte von Emilie Fähndrich, der ersten Ehefrau des Auswanderers Carl Anwandters. Der Heimatverein Altdöbern nutzte die Möglichkeit und warb für das Schloss und den Park sowie für die Veranstaltung „Parksommerträume" am 10. und 11. August 2013.
„Dank der jahrelangen Kooperation mit dem Heimatverein Calau haben wir erstmalig zusammen einen Fachvortrag zum Thema „Natur des Jahres 2013" vorbereitet. Dieser findet am 14.April um 14 Uhr in den Heimatstuben Altdöbern statt", berichtet Rolf Wünsche, Vorsitzender des Heimatvereins Altdöbern. Für Steffen Vogel aus Crinitz hat sich Reise ebenfalls gelohnt: „Ich führte viele interessante Gespräche und konnte neue Quellen erschließen", sagte der Chronist begeistert.
Im nächsten Jahr wird in Potsdam mit der 10. Geschichtsbörse ein Jubiläum stattfinden. „Wir wollen uns weiterentwickeln. Wir arbeiten an einem neuen Konzept, das wir mit allen Beteiligten abstimmen werden", erklärte Organisator Dr. Volker Punzel. Vor dem Hintergrund, dass einige Vereine den jährlichen Zyklus nur mit Mühe ausgestalten können betonte er die lokalen Initiativen: „Die Calauer Geschichtsbörse hat es ja vorgemacht, was Veranstaltung mit noch engerer lokaler Bindung bewegen können. So müssen wir weitermachen."

 
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